Was uns antreibt / Unsere SPD

Die Zeiten ändern sich.
Und auch unsere Partei muss sich verändern.

Aber eines wird immer so bleiben: Die SPD ist die progressive, linke Volkspartei.

Weil wir dafür eintreten, dass dem Turbo-Kapitalismus Regeln gegeben werden. Weil wir uns mit zunehmenden Spaltungen und sozialen Ungleichheiten nicht einfach abfinden, sondern sie überwinden wollen. Weil es uns eben nicht gleichgültig ist, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Weil wir jeder und jedem – unabhängig von der Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern – mehr Aufstiegschancen bieten wollen.

Unsere sozialdemokratischen Positionen bestimmen wir mit Herz und Haltung.

Die Sozialdemokratie steht für Gerechtigkeit und Solidarität – das ist der Kern ihrer Identität. Sie muss Solidarität leben und für mehr Gerechtigkeit einstehen, sonst ist sie überflüssig. Sie wird aber gerade jetzt und in Zukunft gebraucht angesichts der dramatischen globalen Veränderungen.

Unsere SPD lässt derzeit nicht aufhorchen. Sie beschäftigt sich zu viel mit sich selbst. Sie wird als ordentlich arbeitender Reparaturbetrieb, aber nicht als spannender Ort großer Debatten und Visionen wahrgenommen. Vor allem junge Menschen fühlen sich vom pragmatischen Regierungshandeln nicht angesprochen. Auch wohlmeinende Beobachterinnen und Beobachter finden, dass wir miteinander – vor allem in den sozialen Medien – einen unterirdischen und verletzenden Umgang pflegen.

Wir wollen eine SPD, die mitten im Leben steht und auf der Höhe der Zeit ist. Wir wollen eine SPD, die Verantwortung für unser Land und Europa trägt. Wir wollen eine SPD, die sich weit öffnet für alle Schichten und Berufsgruppen, die attraktiv ist für Jung und Alt, bei Frauen und Männern, in Stadt und Land, hier Geborenen und zu uns Gekommenen. Wir wollen eine SPD, in der die Zukunftsdebatten unserer Gesellschaft geführt und Bündnisse geschmiedet werden, die mutige Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit entwickelt.

  • Die SPD soll künftig wieder ein Zuhause für Optimisten, Macherinnen und Visionäre bieten.

    Wir müssen nach außen viel mehr Zuversicht und Freude ausstrahlen.

  • Wir wollen in unserer Partei die Türen und Fenster ganz weit aufreißen, um frische Luft und neue Ideen reinzulassen.

Für Wahllisten regen wir deshalb neue Regeln an: Jeder fünfte Listenplatz soll Neuen, kreativen Geistern, der Schichtarbeiterin, dem Krankenpfleger und Mutmacherinnen auch ohne Parteibuch offen stehen.

  • Unser Anspruch ist es, weniger Zeit im Willy-Brandt- Haus und dafür mehr Zeit draußen zu verbringen.

Deshalb werden wir nach unserer Wahl  überall in Deutschland unterwegs sein und einmal im Monat öffentliche „Zuhörstunden“ veranstalten – in Ost und West, in Städten und im ländlichen Raum, in SPD-Hochburgen und dort, wo unsere Partei einen schweren Stand hat.

  • Wir wollen unsere Mitglieder stärker beteiligen und denen, die sich einbringen möchten, attraktivere Angebote machen.

Auch diejenigen, die beruflich eingespannt sind, familiäre Verantwortung für Kinder oder zu pflegende Angehörige tragen, sollen bei uns mitmachen können. Dafür wollen wir neue Beteiligungsformen schaffen, ganz klassisch im Ortsverein oder auch digital.

  • Wir bieten unseren Mitbewerberinnen und Mitbewerbern einen Pakt für Fairness und Respekt an.

Wir können als SPD nach außen nur glaubwürdig für eine solidarische Politik eintreten, wenn wir auch innerhalb unserer Partei anständig und solidarisch miteinander umgehen.

  • Das Fundament unserer Partei seid Ihr, die vielen Aktiven vor Ort.

Das muss sich viel stärker auch in unseren Gremien widerspiegeln. Künftig soll mindestens ein Drittel der Mitglieder des Parteivorstands aus der kommunalen Familie kommen.

  • Die SPD braucht die ganze Kraft ihrer Parteivorsitzenden.

Deswegen werden wir uns darauf voll konzentrieren. Das Amt des Staatsministers für Europa werde ich mit der Wahl zum Vorsitzenden aufgeben. Gleichzeitig wollen wir vorleben, dass auch Zeit und Platz für ein erfülltes Leben neben der Politik da sein muss.