WELT

Das liegt in Hannover aber vor allem an Christina Kampmann, 39, und Michael Roth, 49. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt und die frühere NRW-Familienministerin beherrschen die Bühne des hiesigen Tagungszentrums so souverän und optimistisch und gut gelaunt, dass alle anderen Kandidaten, ob sie nun Scholz heißen oder Norbert Walter-Borjans, Petra Köpping oder Karl Lauterbach, ziemlich uralt aussehen. Egal, was sie im Einzelnen gerade sagen.

Kampmann/Roth, die als Erste ihre Kandidatur für das Amt der Parteivorsitzenden bekannt gegeben hatten und beim Tour-Auftakt in Saarbrücken noch nicht besonders aufgefallen waren, rocken dagegen mit jedem ihrer Beiträge die nicht gerade für übertriebene Emotionalität bekannten niedersächsischen Sozialdemokraten.

„Unsere Antwort auf Trump sind die Vereinigten Staaten von Europa“, ruft Roth zum Abschluss einer von Optimismus und Zukunftsgewissheit, Begeisterung und sozialen Wohltaten geprägten Vorstellungsrede. Wenn die Hannoveraner Rheinländer wären, hätten sie in diesem Moment vermutlich auf den Tischen gestanden.

In Hannover drehen sie dieses Ergebnis vorläufig komplett. Das zeigt nicht nur der stetig stärkere Applaus für die beiden Newcomer aus NRW und Hessen, deren forscher, auch fotogener Auftritt ein wenig an Robert Habeck und Annalena Baerbock erinnert.

„Sie sind so jung und dynamisch aufgetreten“, fasst eine Sozialdemokratin das Geschehen in Hannover zusammen, sie frage sich, ob die beiden nicht genau das seien, „was wir jetzt brauchen“. Am Ende des Abends, Roth reißt Kampmanns Arm in die Höhe, werden die beiden jedenfalls wie die großen Sieger zumindest dieses Abends gefeiert.

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Neue Presse

Kampmann und Roth liegen bei Mitgliedern vorne

Und die sieht – traut man dem Stimmungsbild – eine Mehrheit an diesem Abend ganz offensichtlich in Christina Kampmann und Michael Roth – dem jüngsten Bewerber-Tandem. Die 36-Jährige Kampmann, Landtagsabgeordnete in Nordrhein-Westfalen, fordert: „Wir müssen die schwarze Null hinter uns lassen.“ Man müsse dringend investieren. Damit hat sie die Mitglieder in Hannover auf ihrer Seite. Auch bei der Kindergrundsicherung gewinnt sie an Zustimmung. Der 49-jährige Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, machte klar: „Wir treten an, um zu bleiben.“ Damit trifft er einen Nerv. Angesichts des schnellen Wechsels an der Parteispitze in den vergangenen Jahren sehnt sich die Basis ganz offensichtlich nach Beständigkeit.

Das Team sammelt Pluspunkte. Und so hört man auf dem Gang schon mal Mitglieder sagen, dass man Kampmann und Roth einen solch starken Auftritt nicht zugetraut hätte und man überlege, für sie zu stimmen.

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Deutsche Welle

Das Charisma haben die Newcomer

Nach den ersten Casting-Terminen für den vakanten Chefsessel fällt eins am meisten auf: Die vermeintlichen Favoriten tun sich schwer. Wohl auch, weil ein Team die Bühne geradezu souverän beherrscht: Christine Kampmann und Michael Roth. So frisch, unverbraucht, gut gelaunt und optimistisch wirken die frühere SPD-Familienministerin aus Nordrhein-Westfalen und der Staatsminister im Auswärtigen Amt, dass alle anderen Kandidaten daneben alt aussehen.

Begeistern bislang am meisten: Michael Roth und Christina Kampmann

“Wir stecken voller Begeisterung”, ruft die 39-jährige Kampmann dem Publikum in Hannover zu. “Mit uns bekommt ihr 100 Prozent”, ergänzt der 49-jährige Roth, der verspricht, seinen Posten in der Bundesregierung aufzugeben, sollten er und Kampmann neue SPD-Vorsitzende werden. Dafür gibt es kräftigen Applaus. “Wir waren die ersten, die das Ende der schwarzen Null gefordert haben, denn wir brauchen mehr Investitionen in Infrastruktur und Bildungspolitik”, betont Kampmann in Bernburg. Ein klarer Seitenhieb gegen Bundesfinanzminister Scholz, der mit “auch mit einer soliden Haushaltspolitik geht manches” keine Begeisterung auslösen kann.

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Deutschlandfunk

Die frühere NRW-Familienministerin Christina Kampmann und der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth, bilden das jüngste Team. Sie wollen unter anderem, dass zukünftig Vorstandsplätze an Basis-Mitglieder verlost werden. Das kommt gut an.

„Christina Kampmann und Michael Roth. Die beiden haben irgendwie glücklich bei der Sache gewirkt und ob sie auch wirklich zu 100 Prozent dahinter stehen. Das fand ich ehrlich und die Position halt auch noch gut – das ist eigentlich selten.“

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taz

Außenseiter-Duo im Rampenlicht

Ins Rampenlicht rücken zwei, die wenige auf dem Radar haben: Michael Roth (48), Staatsminister im Auswärtigen Amt, und Christina Kampmann (39), Landtagsabgeordnete aus Nordrhein-Westfalen. Roth ist klein und drahtig, Kampmann blond und groß. Sie sind jünger, haben mehr körperliche Präsenz und einen anderen Sound: heller. „Wir sind ins Gelingen verliebt“, sagt Roth. Er hält eine Brandrede zu Paragraf 218, der aus dem Strafrecht gestrichen werden müsse. „Wir Männer müssen da Stellung beziehen“, ruft er unter aufbrandendem Beifall. Die beiden wollen die Partei umkrempeln. Zwei BasisgenossInnen sollen für den Parteivorstand ausgelost werden. Das ist ein wenig populistisch – aber immerhin konkret.

Regina Fricke ist um halb neun abends glücklich, zumindest in der Fantasie. „Wenn all das, was ich gehört habe, verwirklicht würde, wäre das die Republik, in der ich leben will“, sagt sie. Ihr Favorit? Kampmann und Roth. „Weil die dynamisch, lebhaft und begeistert sind“. Das sehen viele in Hannover so, gerade Ältere.

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SPIEGEL

In den ersten vier Regionalkonferenzen haben sich vor allem zwei Teams in den Vordergrund gedrängt, die zu Beginn nicht alle auf der Rechnung hatten. Michael Roth und Christina Kampmann sind nicht nur die jüngsten Bewerber im Feld, sie präsentieren sich auch so betont frisch und dynamisch, als handele es sich um eine Castingshow auf ProSieben. Für ältere Genossen mag ihre Dauergutgelauntheit verstörend wirken, habituell war die SPD schließlich lange chronisch griesgrämig unterwegs. Doch nicht nur die Jüngeren finden offenkundig Gefallen an dieser neuen Art. Kampmann und Roth erhalten viel Applaus. Zudem vermitteln die den Eindruck, wirklich siegen zu wollen. Kein zweites Paar scheint sich so Gagschreiber-mäßig auf die Auftritte vorzubereiten. Heraus kommen Pointen wie: “Die SPD ist ja der Claudio Pizarro der Parteienwelt” oder “Demokratie ist kein Pizzadienst”.

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Volksstimme

Wer zieht die Leute mit?

Christina Kampmann und Michael Roth sind das Gute-Laune-Duo der Runde. Die 39-Jährige NRW-Landtagsabgeordnete und der 49-jährige Europastaatsminister im Auswärtigen Amt setzen auf Zuversicht: „Wir haben Lust auf Zukunft, wollen nicht ständig in den Rückspiegel blicken“, sagt Kampmann. Roth sagt, der Altersschnitt des Teams sei niedrig, „was vor allem an Christina liegt.“

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Weser-Kurier

Die jüngsten sind Christina Kampmann und Michael Roth. Sie sprechen das an, spielen die Karte aus, und setzen mit ihrer Kleidung noch eins drauf. Beide tragen blaue Kapuzenpullover, sogenannte Hoodies. Eine Abgeordnete, 39, und ein Staatsminister, 49, die frisch wirken wollen. “Wenn ihr uns wählt, geht ihr ein Wagnis ein”, sagt Roth, “wir stehen für Aufbruch.” Eine seine Forderungen: “Schaffen wir das Ehegattensplitting ab und ersetzen es durch ein Familiensplitting.” Die Leute finden das gut, es gibt Beifall.

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